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EER - grundlagen
der europäische ethikratschlag ist ein forum für die kritik der ethik und zur kritik der ethifizierung politischer diskurse in europa, daß ethikdebatten, insbesondere bzgl. religion und religionskritik und bzgl. der werte und normen und der moral, kritisch begleiten will. ethik in europa wird in vielen punkten als ersatz für politisches handeln benutzt. statt einer solchen ethik in europa und ethikdebatten in ethikforen, oder religiös dominierten strukturen, will der europäische ethikratschlag aus einer kritik der ethik heraus zu einer repolitisierung der gesellschaft beitragen.
der europäische ethikratschlag ist der freiheit verpflichtet und damit der kritik aktueller ethischer debatten. freiheit in europa und darüber hinaus setzt eine grundlegende kritik der philosophie, des glaubens, der demokratie, des parlamentarismus, des grundgesetzes und der verfassung voraus.
freiheit in europa kann es mit dem parlamentarismus der eu nicht geben. der vertrag von lissabon ist ein versuch den neoliberalismus festzuschreiben.
aus diesem grund engagiert sich der europäische ethikratschlag für eine anarchistische gesellschaftsorganisation mit dem ziel von freiheit und wohlstand für alle, nicht nur in europa.
der europäische ethikratschlag stellt die werte und normen, die in europa gepredigt werden, in frage;
- werte und normen, die den wohlstand weniger garantieren auf kosten aller,
- werte und normen, die die freiheit weniger fördern und viele in die unfreiheit von nicht selbsbestimmten arbeitsverhältnissen zwingen,
- werte und normen, die neid, mißgunst und konkurrenz an stelle von solidarität, kooperation und hilfsbereitschaft fördern,
- werte und normen, die ausgrenzungen sozial schwacher und anderslebender menschen fördern,
sind werte und normen, deren zerstörung einen fortschritt darstellt. der europäische ethikratschlag zielt deshalb auf die zerstörung der in europa gültigen werte und normen.
der europäische ethikratschlag hat eine gesellschaft zum ziel, die auf den prinzipien der freien vereinbarung, des wohlstandes für alle und der gegenseitigen hilfe basiert.
die werte und normen in europa sind heute ein instrument, die legalisierte unterdrückung zu legitimieren, um so die menschen von legitimer aber illegaler gegenwehr abzuhalten.
dort, wo religionen autorität unter verweis auf gott reklamieren und grundlegende fragestellungen einer gesellschaftspolitischen kritik zu entziehen versuchen, wird gottlosigkeit, gotteslästerung und blasphemie zur pflicht in europa und anderswo.
religionskritik ist auch in europa noch immer nicht überflüssig. gott, gottesglaube aber auch soziobiologistische, sozialdarwinistische und marktwirtschaftliche ersatzreligionen finden nach wie vor anhängerInnen.
ein beispiel bilden die alle jahrzehnte wiederkehrenden abstrusen soziobiologistischen legitimationen der heterosexistischen spaltung der gesellschaft, sei es auf grund von gebärmutter, gehirngröße, hormonen, genen, oder neurologischen phantasien. unterschiedliche varianten dieses religiös-biologistischen wahns, findet sich leider auch immer wieder in der bestsellerliste, z.b. das buch - das weibliche gehirn - von louann brizendine.
eine interessante analytische frage ist hier, wieso kaufen menschen dies wieder besseren wissens, denn diese art des theoretisierens wurde vielfach wiederlegt, z.B durch anne fausto-sterlings buch - sexing the body. gender politics and the construction of sexuality - und viele andere autorInnen (siehe literaturliste des ak-anna - http://www.ak-anna.org -).
der europäische ethikratschlag versteht sich als ein zusammenschluß von gottlosen vaterlandsverräterInnen, die auch nicht daran glauben biologische maschinen zu sein, sondern menschen als gesellschaftswesen begreifen und sich selbst und die kultur als ergebnis geschichtlicher und individualgeschichtlicher entwicklungen, handlungen und entscheidungen begreifen.
gottlosigkeit in diesem weiter gefaßten sinn, begreift der EER als eine notwendige perspektive für eine freie gesellschaft.
religionskritik, die kritik der religionen, weltanschauungen und der religiösität muß zusamengedacht werden mit einer kritik der instrumentellen vernunft.
gott, gottesglaube, und gen, genglaube, sind heute zwei seiten des selben denkens, der trennung von geist, bzw. seele, und körper. in der folge wird der körper in der genetik und soziobiologie nur noch als biologische maschine gedacht, ohne seine gesellschaftliche gewordenheit auch nur im entferntesten zu begreifen. der geist, bzw. die seele, wird wiederum abgetrennt vom körper, als platonistisches ideal, gedacht. beide werden durch diese trennung ahistorisch konstruiert.
geist, bzw. seele, und körper sind aber eine untrennbare einheit. das heißt unsere körperliche selbstwahrnehmung, die bedeutung des körpers für uns, ist immer schon eine historisch sozial konstituierte, ohne geist bzw. seele ist sie nichts. der geist, bzw. die seele, ist wiederum inexistent ohne körper und auch durch die körperliche wahrnehmung der realität und sein körperliches sein geformt.
notwendig ist eine kritik der simplen zweiwertigen logik, die sich als unfähig erweist dies zu fassen. notwendig wird eine komplexe rationalität.
die kritik der religionen in europa und anderen gesellschaften weist insofern weit über eine einfache religionskritik hinaus auf eine kritik der instrumentellen vernunft. die kritik der religionen in europa und anderen gesellschaften umfaßt damit auch die kritik der martwirtschaftlichen logik und der soziobiologie.
der europäische ethikratschlag steht in keiner beziehung zur ethikkomission des europarates und des europäischen parlamentes. der europäische ethikratschlag ist im gegensatz zur ethikkomission des europarates und des europäischen parlamentes unabhängig. auch zum christlichen europäischen ethikforum besteht kein zusammenhang. das europäische ethikforum und die ethikkomission des europarates und des europäischen parlamentes vetreten andere interessen als der europäische ethikratschlag. der europäische ethikratschlag steht anarchistischen ideen nahe, und das bedeutet auch, der EER ist unabhängig und an keine partei gebunden.
EER 4/2007
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