Zur Person - Tilda Potter-Voldemort
Fakten statt Fiktionen



Hallo,

ich bin ein Mischling der Potters und Voldemorts. Wie das zu Stande kommt ist hier nicht wichtig.

Nur das Rawlings Geschichte auf einer Lüge aufbaut ist wichtig. Dort die Guten hier die Bösen. Natürlich werden bei ihr auch die Guten in Versuchung geführt. Und manche scheitern.
Aber was sie nicht begriffen hat, daß die Welt, die sie als das Gute beschreibt, die muffige spießige Enge eines reaktionären leistungsgeilen KleinbürgerInnentums, die Basis des Bösen ist, der Ausgangspunkt für Faschismus. Was ist Voldemort anderes als ein amoklaufender Kleinbürger, ein langweiliger Spießer, ausgestattet mit Spießersadismus, wie ihn die SS oder andere KleinbürgerInnen ausgeübt haben.

Es ist der selbe Lagerkommandant, der seiner blonden Geliebten nach Hause schreibt und sich nach seinem Garten sehnt, der Menschen im KZ vergasen läßt.
'Dein aschenes Haar Sulamith ..'(Paul Celan)

Die Gewalt ist eine Folge der alltäglichen Disziplinierungen der KleinbürgerInnen, der dauernden Selbstunterdrückung, durch die sich diese als Subjekte konstituieren. Und wenn dann doch Alles zusammenbricht, dann gibt es kein Halten mehr, dann brauchen sie Schuldige für das eigene Versagen, für die eigene Feigheit vor dem Leben. Denn ohne Ihren Status verlieren sie Alles, auch sich selbst, und anstatt dies als mögliche Befreiung zu sehen, als Möglichkeit frei zu leben, sind sie nur noch in der Lage sich selbst durch den Haß auf DIE ANDEREN zu konstituieren.
Die Veränderungen im Strafrecht zur Zeit lassen Schlimmes fürchten, trotz sinkender Kriminaliät reißt die Straflust der KleinbürgerInnen immer weitere rechtsstaatliche Dämme nieder. Die Gefängnisse werden brutalisiert und die Haftzeiten länger, die Zahl der Inhaftierten steigt.
Wieder einmal müssen DIE ANDEREN für das KleinbürgerInnentum als Placebo ihrer Angst herhalten. Wieder einmal schlachten Mr. und Mrs Hyde in den Anderen ihren eigenen Jekyll, der dadurch aber nur immer größer und gieriger wird.

Das Familienidyll der Potters u.a. ist auf Gewalt gebaut, weil es ein Idyll ohne Freizügigkeit ist und unfähig Abweichungen zu ertragen. Dieses Familienyidyll gilt es zu zerstören.
Die Nationalsozialisten wußten, wieso die Förderung der Familienideologie zu den Kernpunkten ihrer Politik gehörte, und Neoliberale wissen es heute noch. Die Familienideologie ist Basis der faschistischen und kapitalistischen Gesellschaft, als unterste Disziplinar- und Kontrollstruktur.

Die Linke hat inzwischen wieder vergessen, was im 19ten Jahrhundert schon bekannt war. Das sowohl Familie als auch romantische Verpaarungs-Liebe Kernbestandteile der Unterdrückungverhältnisse sind.

Nicht die konkrete Familie muß angegriffen werden, sondern wir müssen die symbolische Ordnung verändern.
Das heißt wir müssen das Familiendispositiv, die Denk- und Sprachformen in denen die bürgerliche Kleinfamilie als das 'Normale' erscheint, und die gesellschaftlichen Strukturen der Reproduktion des Familiensystems, zerstören.

Ich lebe in einer anarchistischen Kommune.
Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen, einige Elfen, zwei Riesinnen, ein Greif, drei WehrwölfInnen, eine Dementorin, einige Gespenster, mehrere ZentaurInnen, ZauberInnen und Menschen. Manchmal ein ziemliches Beziehungschaos, aber im großen und ganzen sehr anregend, manchmal auch schwierig.
Wir agieren alle gleichberechtigt mit einander, bzw. versuchen das zu lernen.
Und Liebschaften gehen auch kreuz und quer.
Sicher, nicht immer ist es einfach. Alle haben so ihre Eigenarten. Hilde eine unserer Riesinnen fand es z.B. einfach unmöglich, daß automatisch immer sie alle Einkäufe schleppen sollte, dabei hat sie Ischias. Und zwei der WehrwölfInnen leben vegan und streiten sich dauernd mit den Elfen wegen deren Fleischkonsum.
Aber das ist inzwischen ein Stück Alltagsaufheiterung, wir nehmen die Streits nicht so ernst.
Niki, unsere Dementorin, hat sich am Anfang diskriminiert gefühlt, weil die anderen immer wenn sie ins Zimmer kam, die Heizung höher stellten, aber seit dem sie mit Uwe, einem Elfen, zusammen ist, ist alles gut. Auch wir sind halt nicht frei von kleinbürglich romantischen Liebsvorstellungen.
Wußten Sie, daß Dementorinnen noch kälter werden bei sexueller Erregung. Uwe mag das.

Fluh, unseren Hausdrachen, hätte ich fast vergessen, der liegt die meiste Zeit im Heizungskeller und schläft. Ansonsten knabbert er gerne Schuhe an, das ist dann immer an den Brandflecken zu sehen, auch das erinnert stark an das heimische Hündchen, Revolutionen passieren langsam, und wir arbeiten daran.
Ich könnte jetzt immer weiter erzählen.
Das Zusammenleben ist toll manchmal auch scheiße, einige sind wieder gegangen.
Selbst das Cloputzen klappt inzwischen gut.
Nur die ZentaurInnen können sich nicht daran gewöhnen im Sitzen zu Pinkeln.

Das Ministerium für Zauberei hat versucht uns zu verbieten weil wir gegen 237,4 Verordnungen verstoßen. Aber zusammen lassen wir uns nicht vertreiben, weder durch diese AktenliebhaberInnen, noch durch Lord Voldemort, Harry Poter oder wen auch immer. Zumindest werden wir kämpfen.
Das letzte mal als einige KofferträgerInnen hier aufgetaucht sind haben Hilde und einige Elfen sie mit ZentaurInnenscheiße beworfen, bis sie wieder gegangen sind.

Eins finde ich allerdings an den Romanen von Rawlings gut. Sie macht deutlich wohin Familienstrukturen, Schule, Staat und Gesetze führen, zu Gewaltexzessen, Verstrickungen in Schuld, und zu Mord und Totschlag. Letztendlich steht, psychoanalytisch betrachtet, Voldemort nur für die verdrängten Anteile der kleinbürgerliochen Gesellschaft der Potters und Weasleys. Voldemort ist notwendige Folge eines derartigen autoritär familiär staatlich organisierten Zusammenlebens und deshalb letztendlich innerhalb dieses Systems unsterblich.

Nur ist dies halt kein Schicksal. Niemand muß sich in Schuld verstricken. Niemand muß diese Strukturen mittragen. Auch für die, die sich nicht entziehen können, gibt es doch viele subversive Praxen.
Organisierter Betrug bei Klausuren, Gemeinschaftsaktionen gegen LehrerInnen, Verweigerung der Familienidylle, usw..
Niemand muß z.B. faschistoide Gruppenpraxen in der Schule mitmachen. Damit meine ich Praxen, in denen durch Bestrafung der Gruppe, wie in Hogwarts, abweichendes Verhalten sanktioniert wird. Das Ziel ist natürlich die Gruppe dazu zu bekommen, die AbweichlerInnen mit Mitteln, die Lehrer vorgeben nicht anzuwenden, zu attakieren. Falls dabei mal ein Schüler zu weitgehend gefoltert wird, z.B. sexuell, wäscht der Lehrkörper natürlich seine Hände in Unschuld.

Doch niemand kann Dich zwingen ein Arschloch zu sein, niemand kann Dich zwingen zu werden wie Lord Voldemort oder Harry Potter.

Auch Du kannst Dein Leben anarchistisch organisieren, zumindest teilweise. Und in unseren Zusammenhängen muß niemand seinen HedInnenmut durch lebensgefährliche Kunststücke auf Besen beweisen und S-Bahn-Surfen oder zur Bundeswehr müßt Ihr bei uns auch nicht.





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Tilda Potter-Voldemort 3.Jahrtausend@gmx.net (Nur Blibbs, die im Betreff das Wort 'Brombeere' am Anfang stehen haben, werden beachtet!)





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Zuletzt aktualisiert 31.05.10







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